Unternehmen & Institutionen

Auf allen Ebenen sind alle Beteiligten im Kunstmarkt auf professionelle, engagierte Partner angewiesen – von der Aus- und Weiterbildung über das künstlerische Schaffen bis hin zu Präsentation, Dokumentation, Vermarktung, Versicherung, Transport und Bewahrung von Kunstwerken. Bei Art Advice finden Sie Informationen zu Unternehmen und Institutionen, deren Arbeit und Programm sich rund um die Kunst bewegt und die sich durch ihr Spezialwissen und durch immer wieder neue Entwicklungen auszeichnen.

Kunstmarkt Daily

Kunstmarkt Daily bietet Ihnen eine Zusammenfassung interessanter Portale und Sites im Web. Hier erfahren Sie wie bei einer Tageszeitung, was andere berichten und aktuell melden. Diese Rubrik wird ständig aktualisiert und um weitere lesenswerte Links und Adressen erweitert.

Bücher & Wissen

Bei Art Advice finden Sie Bücher und Wissenswertes rund um die bildende Kunst. Themenschwerpunkte sind Künstlerförderung, Kunst und Recht, Kunst und Wirtschaft, Marketing im Kunstmarkt. Die Publikationen sind zumeist im GKS-Fachverlag erschienen und richten sich an alle Beteiligten im Kunstmarkt und leisten den Transfer von der Theorie in die Praxis.

Art Advice Blog

Bildende Kunst braucht nicht nur Kreativität sondert auch Fachwissen. Dann kann sie Menschen erreichen und ihre Wirkung entfalten. Art Advice gibt in Kooperation mit dem GKS-Fachverlag Tipps und Ratschläge zu allgemeinen Fragen rund um den Kunstmarkt. Die Themenschwerpunkte sind hierbei Künstlerförderung, Kunst und Recht, Kunst und Wirtschaft sowie Marketing im Kunstmarkt.

News aus der Kunstszene

  • DAS EINZIGE, WAS HILFT
    (SCHIRN MAG)

    Der Künstler Wolfgang Tillmans engagierte und positionierte sich bereits 2016 politisch gegen den Brexit. Nun ruft er auf, bei der Bundestagswahl nationalistische und rechtspopulistische Strömungen zu verhindern....

  • NICHT OBERFLäCHLICH BETRACHTET
    (SCHIRN MAG)

    Das Museum Angewandte Kunst widmet sich noch bis 1. Oktober in einer hochkarätig bestückten Ausstellung den spiegelnden Oberflächen in Kunst und Design....

  • Jennifer Tee
    (Ausstellungen Nordrhein-Westfalen)

    Bonner Kunstverein in Bonnab 01. Dezember 2017 [Ausstellung ansehen]...

  • Fern der großen Städte - Expressionismus der 1920er-Jahre
    (Ausstellungen Nordrhein-Westfalen)

    Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post in Mülheim an der Ruhrab 24. September 2017 Mit dem doppelseitig bemalten Gemälde Der Schwimmer von Erich Heckel aus dem Jahr 1919, dem Gemälde Dorfhäuser von Otto Mueller oder Wäscherinnen am Meer von Karl Schmidt-Rottluff verfügt das Kunstmu...

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Ratgeber: Bildern den richtigen Rahmen bieten!

Für jedes Kunstwerk gibt es beim Fachhändler den passenden Bilderrahmen: von der schlichten Naturholzleiste bis hin zum verzierten Goldrahmen, vom gotischen Profil bis hin zu zeitgenössischen Entwürfen, vom Wechselrahmen in Standardmaßen bis hin zu individuellen Anfertigungen in außergewöhnlichen Größen und Formen. Die dazugehörigen Aufhängesysteme bieten ebenfalls eine Vielzahl an, und umfassen herkömmliche Bilderschienen, Perlon- Stahlseile oder individuelle und maßgeschneiderte Lösungen. Bei der Einrahmung von Bildwerken stehen zwei Dinge im Mittelpunkt: Das Kunstwerk soll wirkungsvoll präsentiert und gegen Umwelteinflüsse wie Licht und Schmutz geschützt werden. Zudem erfüllt die Rahmung weitere Funktionen: Sie schützt die Kanten des Kunstwerks vor Beschädigungen, Verkratzungen etc. Bei Kunstwerken, die nicht auf einen Keilrahmen gezogen sind, ermöglicht eine Rahmung oft erst die Hängung.

Die Rahmung bietet nicht nur eine Abgrenzung des Werks von seinem Hintergrund und lenkt – ähnlich wie ein Passepartout – den Blick des Betrachters auf das Kunstwerk sondern erfüllt auch noch sehr funktionale Anforderungen. Besonders bei größeren Gemälden sorgen Rahmen für eine höhere Formstabilität, während sich Gemälde auf Keilrahmen bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperaturen oft verziehen, was zu Spannungen oder Spannverlusten in der Leinwand führen kann.

Grundsätzlich ist bei Einrahmungen auf konservatorische Aspekte zu achten. Das bedeutet, dass alle Passepartouts, Auflagen, Rückwände und Pappen säurefrei und alterungsbeständig sein sollten. Auch sämtliche Spezialklebebänder sollten säurefrei sein und jederzeit wieder ablösbar sein, da sie sonst mit der Zeit schwere Schäden an den Werken bis hin zu Verfärbungen und Blattfraß verursachen können.

Vor allem bei Arbeiten auf Papier wie etwa Aquarellen oder Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien sind Rahmen wesentliche Elemente der Präsentationsform und zugleich des Schutzes. Papierarbeiten können dabei auf verschiedene Arten gerahmt werden wie beispielsweise durch das Freilegen des Blattes in einem tiefen Objektrahmen, Abdecken des Blattrandes mit Passepartout in einem traditionellen Rahmen sowie durch das Freilegen des Blattes und Verwendung eines Passepartouts gleichermaßen. Der Rahmenaufbau und die jeweilige Rahmung mit oder ohne Passepartout hängen letzlich vom Künstler oder Sammlers und der jeweiligen Beschaffenheit des Blattes ab. Als Auflage werden zumeist Passepartout-Kartons verarbeitet, die es in unendlich vielen Weiß- und Farbtönen gibt.

Die Verwendung von Spezialgläsern ist gerade bei Papierarbeiten von besonderer Bedeutung, da sie die Kunstwerke vor den schädlichen UV-Strahlen des Lichts schützen. Unschöne Verfärbungen des Papieres und/oder Farbverlust wären sonst die irreversiblen Folgen. Hier haben sich vor allem Qualitätsprodukte der Firma Schott wie Mirorad Plus und Mirogard Protect hervorgetan, die über äußerst hohe UV-absorbierende Eigenschaften verfügen.

Bei der Einrahmung von Öl- und Acrylbildern, die auf Leinwand und entsprechendem Keilrahmen gespannt sind, können folgende Rahmungen zur Diskussion stehen: Die Bildränder liegen direkt in der Rahmenfalz und werden vom Rahmen fest umrahmt; das Bild ist in einem Schattenfugenrahmen freigelegt, so dass ein Abstand des Bildes zum Rahmen entsteht; kleinere Bilder können mit einer umlaufenden Einlage passepartout-artig optisch vergrößert werden.

Fotografien können sowohl mit und ohne Passepartout gerahmt werden oder, wie es mittlerweile zumeist der Fall ist auf Alu-Dibond kaschiert. Sowohl bessere Haltbarkeit und Verstärkung als auch eine Glanzverstärkung der Bildoberfläche sind das Ergebnis. Diese Kaschierungen sorgen dafür, dass die Fotografie vollkommen glatt und bündig präsentiert werden kann und ohne Rahmen an die Wand zu hängen ist. Eine weitere, sehr hochwertige Art der Präsentation ist die rahmenlose Versiegelung hinter Acrylglas. Letzteres wird in der Fachwelt als Diasec® bezeichnet. Bei diesem Verfahren werden die Fotografien vor jeglichen Umwelteinflüssen und gefährlichen Lichtstrahlen geschützt. Ein besonderer, optischer Effekt ist eine ungeheure Brillanz und Tiefenwirkung der Motive.

Unter konservatorischen Aspekten ist eine Kaschierung oder Versiegelung durch Acryl jedoch auch kritisch zu betrachten: Grundsätzlich sollte beim generellen Einrahmen Wert darauf gelegt werden, dass alle Befestigungen ohne bzw. mit möglichst geringen Rückständen vom Kunstwerk wieder entfernt werden können. Eine Kaschierung ist nicht reversibel. Das bedeutet, dass ein Kunstwerk, das einmal aufgezogen wurde, nicht ohne Schäden – wenn überhaupt – wieder vom Trägermaterial entfernt werden kann.